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100 000-km-Experiment: Oranger Smart machte die Welt zum Testlabor : Ausgabe 01/2016, 14.04.2016

Sehr erfolgreicher Road Trip

Der Road Trip des igus-Smarts ist zu Ende. Die «iglidur on tour» ist Geschichte. Und was für eine. Über ein Jahr lang war der Smart unterwegs, legte auf vier Kontinenten über 100 000 km zurück. Die Mission des kleinen Flitzers: die Belastbarkeit der tribo-optimierten Gleitlager des Kunststoffspezialisten igus unter Beweis zu stellen. Dafür besuchte er Kunden weltweit, auch in der Schweiz.

Bilder: igus

Das einmalige iglidur-Mobil – es wurde anlässlich des igus-Jubiläums «30 Jahre iglidur-­Lager» initiiert – durchquerte staubige Wüstenlandschaften und besuchte Megacitys, trotzte Kälte und Feuchtigkeit, nahm stoisch jedes Schlagloch hin, um dann dank seiner Crew beim nächsten Sightseeing-Foto sauber in die Kamera zu strahlen, als liefe es gerade frisch vom Band.

Eine Herausforderung für Mensch und Maschine

An 56 Lagerstellen wurde das Testfahrzeug mit igus-Komponenten ausgestattet: am Bremspedal, Scheibenwischer und Fensterheber, im Schaltmodul, in der Sitzkonsole, an der Handbremse, am Startergenerator, im Verdeck sowie im Motor an der Drosselklappe. Im Januar 2014 begab sich das iglidur-Mobil so auf grosse Fahrt, besuchte weltweit Kunden, Messen und igus-Niederlassungen. Der erste Halt war Indien, wo insgesamt über 5000 km absolviert und dabei mehr als 80 Kunden besucht wurden.

Weitere Stationen waren China, Südkorea, Taiwan und Japan, ehe es pünktlich zur Fussball-WM nach Brasilien ging. Nach einer ausgiebigen Rundreise quer durch die USA, wurden weitere Kilometer der Testfahrt in Europa gesammelt. Frankreich, Grossbritannien, Polen, Spanien; kaum ein Land, das nicht angesteuert wurde. An einem Tag war das «iglidur on tour»-Team noch in der Schweiz, um bald darauf in Norwegen zu sein – eine Herausforderung für Mensch und Maschine.

Präsentation der Komponenten auf der Hannover Messe

Krönender Abschluss war der Besuch der Hannover Messe 2015, der grössten Industrieshow der Welt. Zuvor wurden die Gleitlager ausgebaut und auf ihren Verschleiss hin ausgiebig untersucht. Vor Ort in Hannover wurden die Komponenten des Fahrzeugs ausgestellt. Das Ergebnis des einmaligen Belastungstests war eindeutig, wenn auch nicht unerwartet: Keines der 56 verbauten Lager wies gravierende Spuren von Verschleiss auf. Auf der Weltumrundung hat das «iglidur on tour»-Team Kunden gefragt, wieso ihre Wahl auf «Motion Plastics» aus dem Hause igus gefallen ist. Zu den am häufigsten genannten Gründen zählen die selbstschmierenden Eigenschaften des Materials und die damit verbundene Wartungsfreiheit oder auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit und Schmutz.

Jedes zweite Lager geht an die Automobilindustrie

Gerade in der Fahrzeugindustrie wird jedoch das geringe Gewicht des polymeren Werkstoffes als entscheidender Vorteil angesehen. iglidur-Gleitlager reduzieren das Gewicht an jeder Lagerstelle um den Faktor 7, wenn metallische Lager ausgetauscht werden können. Da auch die Welle häufig nicht mehr aus gehärtetem Stahl bestehen muss, kommt es zu weiteren Gewichtseinsparungen. Folglich hat die Automobilindustrie, in der aufgrund der gesetzlichen Emissionsvorgaben jedes Gramm zählt, den polymeren Werkstoff längst für sich entdeckt. Allein im vergangenen Jahr kamen rund 200 Mio. igus-Komponenten in dieser Branche zum Einsatz. Das ist etwa die Hälfte der gesamten Produktion.

Auch karitative Projekte unterstützt

Über 100 000 km hat das iglidur-Mobil in 14 Monaten zurückgelegt. Für jeden gefahrenen Kilometer haben igus und seine regionalen Niederlassungen mit umgerechnet einem Euro karitative Projekte vor Ort unterstützt. So sind in den USA beispielsweise 13 370 Dollar an die Organisation «MS Society» für Menschen mit Multipler Sklerose gegangen. Das igus-Motto «plastics for longer life» bekam hier eine andere Bedeutung.

Der igus-Smart ist wieder unterwegs

Doch auch wenn der offizielle Teil der Tour beendet ist, ist für den Kleinwagen aus Köln noch längst nicht Schluss. So tourt er derzeit auf seiner weiteren Reise durch Kanada, die USA und Mexiko und besucht hier interessante Orte und Kunden. Und wer weiss, vielleicht sieht man das orangene Cabrio auch bald wieder auf den Schweizer Strassen. Alle Strecken, Stationen und lebendige Eindrücke der Tour finden Sie unter blog.igus.de/iglidur_on_tour und aktuelle Eindrücke der Nordamerikareise auf Facebook auf der Seite igus motionplasticstour. 

Infoservice

igus Schweiz GmbH
Winkelstrasse 5, 4622 Egerkingen
Tel. 062 388 97 97, Fax 062 388 97 99
info@igus.chwww.igus.ch



«iglidur on tour» – hier Zwischenhalt in Japan


Das iglidur-Mobil musste einiges über sich ergehen lassen


An 56 Lagerstellen findet man im iglidur-Mobil igus-Komponenten

Quick-Link

Video www.polyscope.ch/2016/igus