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Höhere Anforderungen fordern kürzere Innovationszyklen: Standard vs. Customized Engineering : Ausgabe 01/2017, 19.04.2017

Der Gewinner heisst…

Der nachfolgende Fachbericht beruht auf über 12 Jahren Erfahrung in den Bereichen Mechatronik sowie Antriebstechnik und bietet einen Leitfaden, wenn es um die Entscheidung zwischen Standard- oder kundenspezifischen Lösungen geht.

Bilder: Antrimon

Was hat die Beschleunigung konsumorientierter Entwicklungen mit dem Produktlebenszyklus in der Investitionsgüterindustrie gemein? «Auf den ersten Blick gibt es keine Verbindung zwischen beiden Prozessen», sagt Markus Arnold, CEO der Antrimon AG. «Bei genauer Betrachtung lässt sich jedoch folgendes feststellen: Entwicklungen im Konsumbereich, Beispiel Touchscreen, User Interface generell oder die Anwendung von Standards für Funkverbindungen, schaffen entsprechende Bedürfnisse in der Investitionsgüterindustrie beziehungsweise in innovativen Branchen wie der Medizintechnik, Apparatebau, Maschinenbau, Fahrzeugbau, etc.» Zum Beispiel können es sich Hersteller von medizinischen Geräten und Systemen heute nicht mehr leisten, verfügbare neue mechatronische Möglichkeiten und Konzepte in der Schublade zu belassen, um diese zu einem späteren Zeitpunkt zu verwerten. Zu gross ist der Wettbewerbsdruck, dies zwingt zu einem kurzen Innovationszyklus. Alleinstellungsmerkmale (USPs) zur Differenzierung gegenüber den Mitbewerbern müssen kurzfristig in die neue Produktserie einfliessen.

Innovationen sind ein Must

Arnold führt weiter aus: «Immer kürzer werdende Produktlebenszyklen verlangen höchste Flexibilität, optimierte Produktionsmittel und eine schnelle Reaktion auf Marktanforderungen. Die Entscheidungsträger stehen heute daher oft vor der Frage: Soll es eine Standardlösung oder eine kunden- bzw. applikationsspezifische Entwicklung sein?»

Sich die Funktionen herauspicken oder von Grund auf massschneidern?

Wann ist eine kunden- bzw. applikations-spezifische Entwicklung sinnvoll? Folgende Aspekte sind bei der Fallanalyse als Checkliste zu beachten:

  • Kosten – wie hoch sind die Gesamtkosten von der Machbarkeitsstudie bis zur Serie?
  • Baugrösse – ist genügend Einbauraum vorhanden, um eine Off-The-Shelf-Lösung zu verwenden?
  • Funktionalität – werden die Anforderungen erfüllt, ist der funktionale Overhead akzeptabel, sprich kann man die nicht benötigte (aber vorhandene und mitbezahlte) Funktionalität verschmerzen?
  • Performance – wie stark ist die Standardlösung im Hinblick auf die Leistungsdaten überdimensioniert?
  • Engineering-Aufwand – wie viel gibt es zu Adaptieren? Welche Schnittstellenkosten sind zu erwarten?
  • Stückzahl – bei welcher Stückzahl wird der Break-even-Point erreicht? Entwicklung versus Off-The-Shelf

Auswahl eines kompetenten Partners für den gesamten Product Life Cycle

Ist eine Grundsatzentscheidung zu Gunsten einer applikationsspezifischen Entwicklung gefallen, stellt sich umgehend die Frage nach den verfügbaren Ressourcen und dem geforderten Zeitplan für den Markteintritt. Outsourcing ist oft die optimale Lösung, wenn entweder die Inhouseressourcen kurzfristig nicht verfügbar sind, oder das spezielle Know-how fehlt. Die Kriterien für die Wahl eines Partners für eine erfolgreiche Projektabwicklung sind:

  • kompetenter und leistungsfähiger Partner für den gesamten Produktlebenszyklus
  • umfassende Erfahrung in der Entwicklung mechatronischer Systeme
  • räumliche Nähe und kurze Kommunika-tionswege

Sieben Fragen sind zu klären

Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung einer applikationsspezifischen Lösung sind Faktoren, die den Entwicklungspartner für das Projekt qualifizieren. Dazu sollten vorgängig folgende Fragen geklärt werden:

  • hat der Entwicklungspartner das notwendige Know-how, das in einer Vielzahl von Projekten verifiziert wurde und einen entsprechend modularen Baukasten, der für eine effektive Umsetzung herangezogen und angepasst werden kann?
  • bietet dieser Partner eine Durchgängigkeit von der Machbarkeitsstudie bis zum Serienprodukt?
  • kann er kurzfristig eine Lösung auf der Basis von Standardkomponenten liefern und parallel dazu ein applikationsspezifisches Konzept umsetzen?
  • ist er in der Lage, das Projekt im gesamten PLC (Product Life Cycle) zu begleiten?
  • kann der Partner über die Entwicklungsphase hinaus auch die Produktion übernehmen bzw. koordinieren? In diesem Fall gibt es nur einen Ansprechpartner. Das reduziert die Gesamtkosten
  • hat der Kooperationspartner entsprechende Prozesse und Strukturen, um Allokationsprobleme und Bauteileabkündigungen effektiv zu handhaben?
  • erfolgen die Entwicklung sowie die komplette Produktionsphase nach gängigen und geforderten Normen und Standards? Hat der Entwicklungspartner einen Entwicklungsprozess nach V-Modell?

Und der Gewinner ist…

Eine differenzierte Analyse führt oft zur Entscheidung für eine applikationsspezifische Entwicklung in Kooperation mit einem entsprechend qualifizierten Kooperationspartner wie es die Antrimon Motion AG ist und der es versteht, die drei entscheidenden Elemente im Bereich Mechatronik zu verbinden: Mechanik, Elektronik und Informatik (Software). Voraussetzungen für eine erfolgreiche kunden- bzw. applikationsspezifische Entwicklung und anschliessende Produktionsphase ist eine gemeinsame Erstellung der Feinspezifikation auf der Basis der vorgegebenen Anforderungen für alle Phasen des Produktlebenszyklus: Konzeption, Entwicklung, Produktion, evtl. Redesigns und Updates.

Der entscheidende Nutzen für Kunden ist die Kostenoptimierung, Risikominimierung, schnellerer Return-on-Investment (RoI), kürzere Time-to-Market und die Konzentration auf die Kernkompetenz. 

Infoservice

Antrimon Motion AG
Gotthardstrasse 3, 5630 Muri
Tel. 056 675 40 30, Fax 056 675 40 31
motion@antrimon.com, www.antrimon.com



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